Förderkreis Blinden-Zentrum Tibet / Braille Ohne Grenzen e.V.
Förderkreis Blinden-Zentrum Tibet / Braille Ohne Grenzen e.V.

Projekt Shigatse / Tibet
 
Die Trainingsfarm in Shigatse wurde 2004 gegründet.
Liebe Besucher unserer Website,
im Jahr 1998 eröffnete Braille Without Borders die erste Schule für Blinde in Tibet.
Gemäß den lokalen Gesetzen und Vorschriften durfte eine ausländische NGO in Tibet nur arbeiten, wenn sie eine Vereinbarung mit einem lokalen Regierungspartner hatte.
Der lokale Partner, mit dem BWB zusammenarbeitete, war die Tibet Disabled Persons Federation.
Im Sommer 2017 wurde das Abkommen durch die tibetische Administration nicht erneuert, und BWB musste das gesamte Projekt an die Tibet Disabled Persons Federation übergeben. BWB war zu diesem Zeitpunkt eine der letzten ausländischen NGOs, die in Tibet noch aktiv waren.

Diese Website beschreibt unsere Arbeit in Tibet.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Arbeit von Braille Without Borders hier endet.

Seit 2009 betreibt BWB ein zweites Projekt. Im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe werden im internationalen Ausbildungszentrum „kanthari“ in Kerala/Südindien Erwachsene, hauptsächlich aus Entwicklungsländern, ausgebildet. Dort entwickeln sie Konzepte für soziale Veränderungen in ihren Heimatländern. Sie werden in die Lage versetzt, ihre eigenen sozialen Projekte zu starten und zu leiten. Die Teilnehmer sind Visionäre, die Widrigkeiten überwunden haben und ethische soziale Veränderungen vorantreiben wollen.

„kanthari“ nahe Trivandrum, bietet ein 7-monatiges Leadership-Programm. Kanthari fördert Teilnehmer aus der ganzen Welt. Einige haben Universitätsabschlüsse, während andere kaum oder gar keine formale Bildung haben. Einige sind blind oder körperlich behindert, andere haben überhaupt keine Behinderungen. Was wichtig ist, ist ein Gefühl von Eigenverantwortung, Motivation, Kreativität, Talent und Leidenschaft, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Auf diese Weise sind in den vergangenen Jahren überall auf der Welt soziale Projekte entstanden.

Weitere Informationen über kanthari finden Sie unter www.kanthari.org

Wir möchten uns bei allen, die BWB in Tibet unterstützt haben herzlichst bedanken. Da unsere Arbeit in Indien allein über Spenden finanziert wird, sind wir auch weiterhin auf Ihre finanzielle Hilfe angewiesen.
D
as Land der Farm liegt etwa 20 km vor Shigatse, der zweitgrößten Stadt Tibets, an der Hauptverkehrsstraße von Lhasa nach Kathmandu/Nepal und umfasst etwa 16 Hektar.

Neben mehreren Gebäudekomplexen gibt es eine Reithalle mit Bühne (ehemaliges Theater) und einen kleinen See.
Die Farm ist ein Trainingszentrum zur Berufsausbildung von Blinden im Bereich ökologischen Ackerbaus und ökologischer Viehzucht. Außerdem können blinde und sehgeschädigte Menschen das Teppichweben und - knüpfen, das Stricken, die Käse- und Brotherstellung erlernen.

tibetischer Mann beim Teppichweben

ein blinder Junge wird im Gemüseanbau unterrichtet

Teile des Landes waren früher nie kultiviert worden, durch Grunddüngung und Mehrfelderwirtschaft jedoch, zudem angereichert durch selbst hergestellten Kompost und natürlichen Dünger, ist das Land nun sehr ertragreich. Roggen, Gerste, Weizen und Zuckerrüben gedeihen hier in über 4000 m Höhe. Gemüse wird in Gewächshäusern angebaut.


Zurzeit leben 52 Schüler und Studenten auf der Farm.

Seit kurzem wird auf der Farm von einem blinden Schüler des Blinden-Zentrums in Lhasa ein Musikzentrum aufgebaut. Aus dem Schüler ist ein professioneller Damnyiae-Spieler geworden. Damnyiae ist eine Art tibetischer Gitarre.
Neben den Auszubildenden lebt auch eine Anzahl unserer blinden Kinder auf der Farm, die sich selbst in die benachbarte öffentliche Grundschule integriert haben. Statt in Schulinternaten aufzuwachsen wohnen sie auf der Farm und bringen viel Lebendigkeit dort hinein.
 

Farm in Shigatse
Farm in Shigatse


M
ittlerweile werden die auf der Farm hergestellten Produkte wie biologisch angebautes Gemüse, Käse, Brot, Teppiche und Strickwaren verkauft und tragen so zur einer Teildeckung der laufenden Kosten bei.
Neue Gebäude konnten für die Biobäckerei und die Käserei errichtet werden.
Für den Aufbau der Käserei und die Konzeption der Ausbildung konnte ein holländischer Käsefachmann gewonnen werden.
Der deutsche Küchenchef der St. Regis Hotelkette bescheinigte den Käsesorten eine ausgezeichnete Qualität. So findet sich der "Himalaya Mountain Cheese" (Himalaya Bergkäse) nun auf den Speisekarten der St. Regis Hotels in Lhasa.

 

hauseigene Käserei / Käsereifung

hauseigene Käserei / Produktionsräume


Im 2005 fertig gestellten Gebäude der Biobäckerei erlernen die Auszubildenden die Herstellung von tibetischen und westlichen Brot- und Backwaren nach biologischem Standard. Die fachliche Beratung übernahmen die Biobäcker Joachim Weckmann aus Berlin und Wilbert Rutten aus Holland.
 

Produktauswahl
Produktauswahl


 

Verkauf der Backwaren auf einem örtlichen Markt
Verkauf der Backwaren auf einem örtlichen Markt


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